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FAIRES PJ PETITION SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? PRAKTISCHES JAHR in DEUTSCHLAND

Description

FAIRES PJ  PETITION SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? PRAKTISCHES JAHR in DEUTSCHLAND

SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? #fairesPJ

Petition für ein faires Praktisches Jahr und eine moderne ärztliche Ausbildung

Die medizinische Ausbildung in Deutschland steht vor dringenden Herausforderungen. Während Krankenhausreform, Digitalisierung und die Zukunft der Patientenversorgung intensiv diskutiert werden, warten Medizinstudierende weiterhin auf grundlegende Verbesserungen ihrer Ausbildungsbedingungen.

Mit der bundesweiten Petition „SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? #fairesPJ“ fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) eine umfassende Modernisierung des Medizinstudiums und faire Bedingungen im Praktischen Jahr (PJ).

Im Mittelpunkt steht eine grundlegende Frage: Wie soll eine hochwertige medizinische Versorgung der Zukunft gelingen, wenn die Ausbildung der nächsten Ärztinnen und Ärzte nicht ausreichend unterstützt wird?

Die drei zentralen Forderungen

Forderung Ziel
1. Neue Approbationsordnung Die seit Jahren angekündigte Reform des Medizinstudiums soll endlich umgesetzt werden. Bund und Länder müssen eine Einigung über die Finanzierung erzielen und eine moderne, praxisorientierte ärztliche Ausbildung ermöglichen.
2. Faire PJ-Aufwandsentschädigung Bundesweite Aufwandsentschädigung für Medizinstudierende im Praktischen Jahr, mindestens in Höhe des BAföG-Höchstsatzes. Das soll die Finanzierung grundlegender Lebenshaltungskosten ermöglichen.
3. Zehn zusätzliche Krankheitstage Verbesserte Fehlzeitenregelungen im PJ, damit Studierende bei Erkrankungen nicht unter Druck geraten, krank an der Patientenversorgung teilzunehmen.

Warum das Praktische Jahr reformiert werden muss

Das Praktische Jahr bildet den letzten Abschnitt des Medizinstudiums und soll angehende Ärztinnen und Ärzte auf die eigenverantwortliche klinische Tätigkeit vorbereiten.

Nach mehreren Studienjahren und zwei Staatsexamina verbringen Medizinstudierende zwölf Monate in der praktischen Ausbildung an Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen. Dabei sind sie aktiv in klinische Arbeitsabläufe eingebunden.

Nach Angaben der Initiatoren gibt es auch 2026 noch Ausbildungsstätten, an denen PJ-Studierende trotz eines zeitlichen Arbeitsumfangs von teilweise 40 bis 60 Stunden wöchentlich keine Aufwandsentschädigung erhalten. Andernorts werden nur wenige hundert Euro monatlich gezahlt.

Viele Studierende sind deshalb zusätzlich auf finanzielle Unterstützung oder Nebenjobs angewiesen. Dies kann die Belastung während einer ohnehin anspruchsvollen Ausbildungsphase weiter erhöhen.

Die zentrale Botschaft der Petition: Das Praktische Jahr muss in erster Linie der qualifizierten ärztlichen Ausbildung dienen und darf nicht als Ersatz für regulär vergütete Arbeitskraft verstanden werden.

Mehr als eine Vergütung: Qualität der Ausbildung verbessern

Ein faires Praktisches Jahr umfasst nach Auffassung der Initiatoren weit mehr als eine angemessene finanzielle Unterstützung. Auch die Qualität der praktischen Lehre muss verbindlich verbessert werden.

Zu den vorgeschlagenen Verbesserungen gehören:

  • Verbindliche und strukturierte praktische Lehre
  • Feste ärztliche Mentorinnen und Mentoren
  • Regelmäßige Feedback- und Ausbildungsgespräche
  • Ausreichend geschützte Selbststudienzeit
  • Faire und transparente Prüfungsbedingungen
  • Bessere Vorbereitung auf den ärztlichen Berufsalltag
  • Gesundheitsschutz und angemessene Fehlzeitenregelungen

Neue Approbationsordnung: Medizin praxisnäher studieren

Ein weiterer Schwerpunkt der Petition ist die überfällige Reform der ärztlichen Approbationsordnung.

Die bisherige Trennung zwischen vorklinischer und klinischer Ausbildung soll nach den dargestellten Reformplänen zugunsten eines stärker integrierten Curriculums weiterentwickelt werden.

Die Petition hebt insbesondere folgende Reformziele hervor:

  • Frühzeitiger Patientenkontakt bereits ab dem ersten Semester
  • Stärkere Orientierung an klinischen Kompetenzen statt ausschließlich an theoretischem Faktenwissen
  • Verbindliche Orientierung am Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM)
  • Stärkere Einbindung der ambulanten und hausärztlichen Versorgung
  • Bessere Vorbereitung auf ärztliche Tätigkeiten in Klinik und Praxis
  • Ausbau strukturierter Lehre und Mentoringangebote im PJ
  • Stärkung der wissenschaftlichen Ausbildung

Nach Darstellung der Initiatoren verzögert insbesondere der Konflikt über die Finanzierung zwischen Bund und Ländern die notwendige Modernisierung.

Warum die Reform auch für Patienten wichtig ist

Die Petition betrachtet die Ausbildungsbedingungen nicht ausschließlich als Angelegenheit der Medizinstudierenden.

Eine fundierte praktische Ausbildung, ausreichende Erholungszeiten und strukturierte ärztliche Supervision sind auch für die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung relevant.

Die Initiatoren weisen darauf hin, dass finanzielle Unsicherheit, zusätzliche Nebenbeschäftigungen und hoher Arbeitsdruck die Belastung der Studierenden erhöhen können.

Die Forderung nach einem fairen PJ ist deshalb zugleich mit dem Anliegen verbunden, die nächste Generation von Ärztinnen und Ärzten bestmöglich auf ihre medizinische Verantwortung vorzubereiten.

Wer unterstützt die Petition?

Die Initiative wird von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) getragen. Zu den auf der Petitionsseite genannten Erstunterzeichnenden gehören:

  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Bündnis Junge Ärztinnen und Ärzte (BJÄ)
  • Chirurginnen e. V.
  • Hartmannbund
  • Hausärzteverband
  • Marburger Bund
  • Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

Petition im Überblick

Titel SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? #fairesPJ
Initiator Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd)
Beginn 2. Oktober 2026
Ende der Unterschriftensammlung 1. April 2027
Region Deutschland
Themen Medizinstudium, Praktisches Jahr, Approbationsordnung, ärztliche Ausbildung, Ausbildungsqualität, Patientensicherheit

Petition lesen und unterstützen

Die Petition richtet sich an politische Entscheidungsträger sowie Institutionen der medizinischen Ausbildung. Sie soll die Forderungen nach einer zeitgemäßen ärztlichen Ausbildung und fairen Bedingungen im Praktischen Jahr stärker in den öffentlichen und politischen Fokus rücken.

Medizinstudierende, Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Interessierte können den vollständigen Petitionstext auf openPetition lesen und die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützen.

SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? Petition auf openPetition lesen und unterschreiben

Quelle: Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), Petition „SOS – Stillstand oder Spitzenmedizin? #fairesPJ“, veröffentlicht auf openPetition. Die beschriebenen Forderungen und Bewertungen geben die Positionen der Petitionsinitiatoren wieder.

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Details

Date & timeOct 2, 2026
Event endsApr 1, 2027
LocationGermany
CreatorLaura
CategoryCall
Account typesAnesthesiology, Anatomy, Dentistry, Dermatology, Emergency Medicine & Urgent Care, Family & General Medicine Practice, Forensic Medicine, Genetics, Internal Medicine, Laboratory Medicine, Neonatology & Perinatology, Neurology, Nuclear Medicine, Obstetrics & Gynecology, Occupational Medicine, Ophthalmology, Otolaryngology & ENT, Pathology, Pediatrics, Pharmacology & Toxicology, Physiology, Psychiatry & Psychotherapy, Psychosomatic Medicine, Radiology, Surgery, Urology
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